Ein wunderbares, viel zu schnell gelesenes, viel zu früh aufhörendes Buch! So gern hätt ich erfahren, wie sich der kleine Ben weiterentwickelt und was seine Großmutter dabei noch erlebt und denkt. Oder was sie zu weiteren Ereignissen des Weltgeschehens und anderen Erkenntnissen aus der Wissenschaft so meint.

Jedenfalls sind die 36 monatlichen Kurzberichte und ebenso vielen Briefe der Autorin an ihren Enkel, der das Licht exakt in jener Nacht erblickte, als das Jahr 1999 ins 2000 überging, eine berührende Lektüre.

Sie erinnert neben den ersten Jahren eigener, verwandter oder bekannter Kinder u. a. auch an Geschehnisse, die meist noch gar nicht so lang zurückliegen, aber vielleicht schon wieder vergessen sind. Beispielsweise an die Aufregung um den Millenniumswechsel und die Angst vor dem Computer-GAU. Oder an die Entschlüsselung des menschlichen Genoms, den ersten Touristenflug ins All, die Expo.02 usw.

Der Charme des Buches liegt dabei vor allem darin, dass sich hier ein Mensch, der seinem letzten Lebensabschnitt entgegengeht, zu einem hinwendet, der seine Lebensreise erst begonnen hat.

 
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