»Hier. Dort. Fort«

Leseprobe aus Kapitel 10: Effi (die immer reimen muss), auf der Suche nach ihrem Vater und ihrer Großmutter
Das Haus Via Muretto 31 hat um die dunkle Tür eine Umrandung aus Stein, links und rechts zwei vergitterte Fenster, darüber drei Stockwerke, jedes mit drei hohen Fenstern, Drohgespenstern. Die hellgrauen Fensterläden sind geschlossen. Es ist der 21. Oktober, sommerwarm. Hier also. Effi schaut die zimtbraune Fassade hoch. Ob sie die wirklich schon mal gesehen hat? Drei Klingeln, drei Namensschilder. Lombardo, Roda, Ambrosi. Sie drückt auf den obersten Knopf, Lombardi, hört erschreckt den bohrenden Klingelton, wartet. Nichts tut sich. Auch nicht bei Roda. Aber bei Ambrosi wird ein Fensterladen aufgestoßen, eine junge Frau lehnt sich heraus. Ja, bitte? Cartena?, sagt Effi. Nein, nie gehört. Aber sie wohne hier auch erst seit April. Die Frau hebt kurz die Hand, zieht den Laden wieder zu.
Seit gestern ist Effi in Lucca. Schön ist es hier. Ich würde gerne von hier sein, denkt sie. So alt und so fröhlich ist diese Stadt, umarmt von einer dicken Mauer. Bei Lucca Turismo hat sie eine Unterkunft gefunden, ein Bett in einem Zimmer mit fünf Betten, dormitorio heißt das, in der Casa Mamma. Dreißig Euro samt Frühstück. Letzte Nacht war sie die Einzige im Zimmer. Sie hat die Gelegenheit genutzt und ein bisschen geweint, aber heute fühlt sie sich stark. Sie wird am Abend wieder klingeln bei Roda, bei Lombardi, sie wird an allen Türen Luccas klingeln, bis sie weiß, wo ihr Vater ist, der Mann mit dem Pinocchio-Buch. So stark fühlt sie sich.
Einmal mehr zählt sie ihr Geld. Es reicht für eine Woche.
Wenn Lombardi oder Roda nicht weiterhelfen, wird sie zur Stadtverwaltung gehen müssen, sie hat herausgefunden, wo die ist, Palazzo Orsetti, Via Santa Giustina. Sie wird keine Angst haben, diesen Palast zu betreten, nein, sie wird einfach hineinspazieren, wird ihre Seele vorausschicken wie ein Hündchen und sich an der Leine hinterherziehen lassen. Starke Effi, das ist sie. Sie wandert so lange durch die Stadt und die Allee auf der begrünten Stadtmauer entlang, bis sie erschöpft ist, sie legt sich unter eine Rotbuche, so eine hatten sie auch in der Steinau, nur nicht so groß, so alt. Gerne würde sie jetzt Tonio, den Gärtner, fragen, wie der Baumriese dort heißt, der mit dem knochenweißen Stamm, von dem die Rinde abblättert, sie würde mit Tonio ein Panino essen und lachen. Einsame Effi, das ist sie. Aber das wird sich ändern, darum ist sie da. Vero, Madda? Madda, wenn du doch bei mir wärst.
Als sich ein junger Mann neben ihr niederlässt, macht sie sich erneut auf ihre Wanderung, zweimal kauft sie sich ein Eis, einmal schleicht sie sich in einem Ristorante auf die Toilette, einmal setzt sie sich hinten in eine Kirche, bis ihr zu kühl wird, und punkt sieben Uhr abends steht sie wieder vor dem Haus Via Muretto 31. Diesmal lässt sich die Haustür aufstoßen. Effi geht die Steintreppe hoch bis zu Lombardi und klingelt. Ein kleiner Junge öffnet, der ruft die Mutter, die ruft den Vater, der hat einen Fettranzen, Bettwanzen. Ja, die Signora Cartena hat hier gewohnt, im ersten Stock, ist aber eine Weile her. Nein, er hat keine Ahnung, wohin sie gezogen ist, vielleicht wissen die Rodas im unteren Stock etwas. Der kleine Junge streckt ihr die Zunge raus, bevor die Mutter die Tür schließt. Das ist beinah noch schlimmer als die schlechte Auskunft. Bei Rodas muss sie zweimal klingeln, dann hört sie Schlurfschritte und eine tiefe Stimme. Sie gehört Frau Roda, und Frau Roda ist freundlich, und sie hat Frau Cartena gekannt, und sie weiß nicht, wo Frau Cartena jetzt ist, sie hat ins Krankenhaus gemusst, und danach ist die Wohnung geräumt worden, und jetzt wohnt dort die unmögliche Ambrosi und macht die ganze Zeit Musik, auch nachts, da kann man kaum schlafen, sie hat auch dauernd Besuch. Frau Roda hört mit Reden nicht auf. Welches Krankenhaus?, fragt Effi. Ospedale San Luca, großes Krankenhaus, gut für Herzoperationen. Frau Rodas Bruder war da, sein Herz war kaputt, jetzt steigt er wieder auf Berge. Und Signor Cartena?, fragt Effi. Kein Signor Cartena, nie, nein, immer allein, die Signora Cartena. Elena, poverina.
Niemand hat Effi gefragt, warum sie Signora Cartena suche.
Niemand hat Effi gefragt, warum sie nicht weine.
Niemand hat Effi gefragt, warum sie nicht schreie.
Starke Effi, das ist sie.
Bevor sie das Haus verlässt, spuckt sie auf die Treppe.
Und draußen rennt sie, rennt aus Freude über das erste Fundstück, Rundglück: Elena! So heißt sie, die vielleicht ihre Großmutter ist. Frau Roda hat sie so genannt. Elena Cartena. Effi rennt und stößt beinah einen Kinderwagen um. Man schimpft, egal. Effi hat einen Namen gefunden, der zappelt jetzt in ihrem Kopf, ein kleiner Fisch im Tränenwasser. Gleich morgen früh wird sie ins Krankenhaus gehen, guten Tag, können Sie mir bitte sagen, wo ich Elena Cartena finde? Können Sie mir bitte sagen, wo ich meine Großmutter finde? Können Sie mir bitte sagen, ob ich ihr besser Blumen oder Schokolade bringe?
Nie mehr Haus Steinau.
Nie mehr Corso Patrizia.
Jetzt bleibt sie hier, unter dem Himmel von Lucca, der gerade hellgrün ist, mit kleinen Wolken wie Löwenzahnpuste und einem Schwarm kleiner Flattervögel und einem goldenen Rand wie die Teller von Lorena da Canna. Jetzt bleibt sie hier.
Nein, sie kann keine Auskünfte über Patienten geben, sagt die Krankenhausdame am Informationsdesk. Nein, auch nicht über ehemalige Patienten. Nein, auch keine Adressen oder Telefonnummern. Nein, sie kann nicht weiterhelfen. Nein, sie weiß nicht, wo am besten nachzufragen wäre. Nichts kann sie, denkt Effi, nur den Mund verziehen und mit den langen Fingernägeln auf den Glastisch klopfen. Blöde Gans, nein, Gans nicht, Maulwürfe haben solche Finger. Maulwurf, blöder. Kratz dich krank.
Was jetzt. Effi steigt in den Lift, tut so, als würde sie jemanden besuchen, setzt sich im Korridor auf eine Bank und sieht sich an, mit was für Gesichtern die Besucher in die Zimmer gehen und mit was für Gesichtern sie herauskommen. Studiert die Schuhe der weißgekleideten Krankenhausleute. Klaut Brötchen vom Frühstückswagen. Was jetzt. Es ist Tag drei in Lucca. Jetzt ist die Stadtverwaltung dran, Palazzo Orsetti, Schmatzatto Spaghetti. Bestimmt sitzen auch dort Maulwürfe an den Auskunftsschaltern. Oder Gürteltiere und Spitzmäuse und Zwergschafe, die alle keine Auskünfte geben können. Aber Effi wird nicht locker lassen.
Starke Effi, das ist sie.
Schöne Effi, das ist sie
Sie hat heute Morgen die anderen Mädchen aus der Dusche gedrängt, hat die Haare gewaschen, die neue gelbe Bluse angezogen und die Absatzsandaletten, hat Lippenstift aufgelegt und statt des großen Rucksacks nur eine kleine Stofftasche umgehängt. Ihre Fingernägel sind kurz und sauber, und ihre Locken sind groß und weich und hell wie das italienische Brot.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten, denkt Effi und spürt Wut, als sie den Palazzo betritt: Entweder ist Elena Cartena tot und irgendwo begraben, oder sie lebt und liegt oder sitzt oder steht irgendwo. Etwas Drittes gibt es nicht. Es kann doch nicht einfach unmöglich sein, mir, Eufemia Ontese, geboren in Italien, gefälligst mitzuteilen, wo ich eine Frau namens Elena Cartena finden kann. Kaum hat sich das Portal hinter ihr geschlossen, haut Effis Wut ab und macht der ekelhaften alten Ängstlichkeit Platz.
Auf geht’s, sauf stets. Sie wird von Büro eins in Büro zwei in Büro drei geschickt, drei Mal fragt sie dasselbe, und drei Mal erhält sie die gleiche Antwort. Nein, wir finden keine Elena Cartena in Lucca. Vielleicht ist sie aus der Stadt weggezogen, sagt die erste Beamtin. Vielleicht ist sie noch nicht offiziell angemeldet, sagt die zweite Beamtin. Vielleicht will sie gar nicht gefunden werden, sagt die dritte Beamtin. Worauf Effi weinen muss, was sie aber erst draußen im Korridor tut. Und auf einmal steht da der junge Mann neben ihr, der an einem Computer in Büro drei gesessen hat, und legt ihr die Hand auf die Schulter. Warum suchst du sie denn?, fragt er, duzt sie, trotz ihres Lippenstifts und ihrer Absätze. Weil sie vielleicht meine Großmutter ist, sagt Effi.
Hast du vielleicht gesagt?
Ja, vielleicht.
Dio!, sagt der junge Mann. Warte hier. Er verschwindet und kommt nach kurzer Zeit wieder mit einem Papier in der Hand. Vielleicht, sagt er, vielleicht. Das sei eine Liste aller Alten- und Pflegeheime in und um Lucca. Könne ja sein, dass man da vergessen habe, die Nonna korrekt anzumelden. Falls du sie findest, sagt er, komm wieder und sag es mir. Ich bin Gianni.
Effi lässt ihre Tasche fallen, um Gianni zu umarmen.
Wann hat sie jemanden umarmt?
Das letzte Mal: Frau Albach. Weil sie Fax behalten wollte.
Das vorletzte Mal: Faxefax. Zum Abschied.
Das vorvorletzte Mal: Elise, als sie wegging.
Das vorvorvorletzte Mal: Madda. Mama.
Es sind neun Adressen. Es ist Tag vier in Lucca. Es sind noch drei Tage, für die das Geld reicht. Es ist wieder Zeit, aus Freude zu rennen. Der Himmel von Lucca ist gerade aus hellblauem Papier, verschnürt mit weißen Kondensbändern und versiegelt mit einer dünnen Scheibe Mondsilber, und Effi rennt, barfuß jetzt, die Allee auf der Stadtmauer entlang und rennt, bis sie nicht mehr kann.
Sie sucht die neun Adressen auf dem Stadtplan und entwirft die beste Reihenfolge fürs Abklappern, für heute und morgen und übermorgen. Dann legt sie sich unter einen Baum und stellt sich vor, Gianni würde sich neben sie legen. Er hat kurzes dunkles Haar, ein schmales Gesicht, einen erschrockenen Blick, ein dunkelblaues Hemd. Das hat sie alles gesehen, trotz ihrer tränenverschmierten Augen. Und auch seine Stimme kann sie noch hören, sein italienisch gefärbtes Vielleicht.
Die Besuche der ersten beiden Heime waren vergeblich. Im Della Pace waren nur alte Männer, und in der Casa dei Fiori gab es zwar eine Elena, Elena Bellini. Dass sie so heiße, habe Frau Bellini vergessen, sagte die Betreuerin, und dass sie mal Sängerin war, auch. Nachts ist Effi zu müde, um einzuschlafen.
Als sich der endlich angeschlichene Schlaf wieder davonmacht, ist es schon zehn Uhr morgens, sie zieht sich hastig an, zupft ihr Bettzeug zurecht und füllt die Wasserflasche. Für heute hat sie drei Heime angekreuzt. Für heute hat sie Glück bestellt.
Das Glück ist nicht eingetroffen. Keine Elena gefunden. In der Casa di Riposo Sole hat sie ein Mittagessen erhalten, Braten mit Mais, Raten im Kreis, auch Kuchen. In der Villa Seniora hat sie einen Schirm geschenkt bekommen, weil plötzlich Regen eingesetzt hat und sie da dutzendweise Schirme haben von Verstorbenen. Und im Ospizio Arcobaleno hat eine alte Frau sie bei der Hand genommen und nicht mehr losgelassen und hat erzählt, was ihre Enkel machen und warum sie sie nicht besuchen.
Elena, ich besuche dich. Morgen besuch ich dich. Morgen ist Sonntag.
Vier Heime noch. Drei außerhalb der Stadt sowie die Casa Santa Lucia bei der Frediano-Kirche. Da will sie als Erstes hin. Sonntag ist ein guter Tag, Elena, oder nicht? Und dann geh ich bei Gianni vorbei und sage ihm, dass ich dich gefunden habe, mia nonna. Er wird sich freuen, bestimmt, nicht vielleicht. Der Himmel von Lucca ist rundum rosa, und könnte man die Klänge der Kirchenglocken sehen, würden sie in Zuckerwatte schaukeln.
Casa Santa Lucia. Piazza Lucia.
Buon giorno, ich wollte Sie fragen, ob bei Ihnen vielleicht Frau Elena Cartena wohnt. Hei, hat die einen kleinen Mund, die Frau im Büro. Da kann ja gar nichts rauskommen. Doch, ein Ja kommt raus und ein Warum. Effi hält sich am Tischrand fest. Das Haus schwankt. Ich bin, ich möchte sie besuchen, sagt Effi, wenn das geht. Galina, ruft der kleine Mund, wo ist die Cartena? Beim Puzzeln, ruft eine Stimme aus dem Hinterzimmer. Den Gang geradeaus, zwei Stufen und dann rechts, sagt der Mund. Effi lässt den Tischrand los, möchte niederknien vor der Frau, geht dankend rückwärts aus dem Zimmer. Mille grazie, mille mille grazie, Signora. Die hebt verwundert eine Braue.
Den Gang geradeaus, empfangen mit Applaus, zwei Stufen und dann rechts, offene Tür, ein Zimmer mit Polstersesseln, am Fenster ein Tisch, eine Frau, eine kleine alte Frau, sonst niemand da. Wieder schwankt das Haus. Signora Cartena, guten Abend, sagt Effi, die Frau legt ein grünes Puzzleteil zur Seite und schaut hoch. Ich bin Elena, sagt die Frau, und wer bist du? Effi setzt sich auf den Stuhl gegenüber. Wieder ist da ein Tischrand, um sich festzuhalten.
Ich bin Effi.
Effi?
In Elenas Gesicht tut sich nichts. Aber die Hände haben angefangen zu zittern, liegen auf dem gepuzzelten Ozean wie zwei Schiffe in Not.
Effi?
Effi bringt kein Wort heraus. Sie streift den Rucksack ab, holt das in Zeitung gewickelte Pinocchio-Buch hervor, reißt die Zeitung weg. Da liegt es endlich, wo es liegen soll, weit gereist durch Zeit und Länder. Elena klappt es auf.
Felice, sagt sie, Felice, legt beide Hände aufs Gesicht und bleibt so, und Effi bleibt still, eine ganze Weile, dann lösen sich Elenas Hände und suchen die von Effi. Und die vier liegen dann aufeinander, auf Indien in der Weltkarte.
Effi hat nicht mehr gewusst, wie das ist, geliebt zu sein. Und dann genügt eine einzige Umarmung einer mageren alten Frau, und sie weiß es wieder. Sie ist größer als Elena, und wenn sie sich umarmen, sieht sie im weißen Haar den rosaroten Scheitel und spürt im schmalen Rücken die Schulterblätter wie zwei Griffe zum Festhalten.
Effi kann nicht in Elenas Zimmer wohnen bleiben, das ist gegen die Vorschriften, hat Frau Bocca gesagt. Das geht nicht, armer Wicht. Fünf Nächte war sie jetzt da, auf einer Campingmatte von Galina, und Elena hat ihr alles erzählt, was sie weiß, hat ihr alles gezeigt, was in ihrem brüchigen Gedächtnis noch rumliegt. Und dass Felice tot ist, hat sie ihr auch gesagt, hat ihr auch den Aschenbehälter im Kleiderschrank gezeigt. Effi hat sich auf Elenas Bett geworfen und abgrundtief gelacht. Hat geschrien vor Lachen, und Elena hat entsetzt zugesehen. Entschuldigung, hat Effi endlich gesagt, was ich gefunden habe, ist so anders, als das, was ich gesucht habe.
Es waren Tage und Nächte aus Fiebertraum, Wirbelsturm und Flatterweh. Effi fühlt sich, als hätten Riesenhände sie geknetet und neu geformt. Jetzt hat sie bereit zu sein für ein neues Leben, und so soll es aussehen: Kaum hat sie Elena gefunden, soll sie sie wieder verlassen. Zu einer Mona soll sie fahren, eine ganz liebe Frau, sagt Elena, molto simpatica, sagt Galina, molto generosa, sagt Frau Bocca. Und bei dieser Mona soll sie sich erst mal von ihrer Flucht erholen, eine Weile leben und zur Schule gehen und in den Ferien Elena besuchen. Wer ist diese Mona, will Effi wissen. Sie ist meine Freundin, sagt Elena. Sie hat eine Katze, die heißt Katz. Und einen Mann, der heißt Rick.
Tobias Hoffmann, KÜSNACHTER, 20. 3. 2025
Waldis’ Geschichte ist mit zahlreichen detailgenauen und anschaulichen Beobachtungen gesättigt, zwischen die die Autorin eigenwillige Metaphern und prägnant gefasste innere Monologe streut. Das klingt dann zum Beispiel so: GutenAbend, ich wollte Sie fragen, ob bei Ihnen vielleicht Frau Elena Cartena wohnt. Hei, hat die einen kleinen Mund, die Frau im Büro. Da kann ja gar nichts rauskommen. Doch, ein Ja kommt raus und ein Warum. Effi hält sich am Tischrand fest. Das Haus schwankt. Ich bin, ich möchte sie besuchen, sagt Effi, wenn das geht. Galina, ruft der kleine Mund, wo ist die Cartena? So gelingt es der Autorin, einen durchaus spannenden Plot aufzubauen, ein komplexes Figurengeflecht zu knüpfen und berührende Einblicke in das ganz unterschiedliche Innenleben der Hauptfiguren zu geben. Dabei durchdringt sie alles mit einem zurückhaltend humorvollen und teilnahmsvollen Ton, der die traurigen und abgründigen Aspekte der Geschichte in ein beinahe warmes Licht taucht.
Annette Böder, Neutor-Buchhandlung, Breisach
Hier. Dort. Fort. Drei kurze Worte, die eine Fülle von Möglichkeiten für den Inhalt des neuen Romans der Schweizer Autorin Angelika Waldis bieten.
Und wieder ist es Waldis gelungen, mit Fantasie und Wortwitz einen zugleich heiteren als auch lebensklugen Text zu schreiben, bei dessen Lektüre sich ab der ersten Seite Lesefreude einstellt. Mit ihrem ganz besondere Schalk, sowie Motiven, die auch in früheren Romanen vorkommen (Italienreise, Psychiatrie, unvollständige Familiengeschichten, Aufbrüche) hat die Autorin wieder einen wunderbar leichten und doch unkonventionellen Roman geschrieben.
Mirta Hug, Buchhandlung Lüthy, Chur
Vier Lebenswege, die sich kreuzen. Effi sucht noch ihren Platz im Leben und hat den notorischen Drang zum Reimen. Mona findet einen Weg, aus ihrer ausgeleierten Ehe auszubrechen. Elena wird gefunden, und dann ist da plötzlich noch Tom. Das große Glück für Effi?
Eine Perle von einem Buch. Bildhaft, klug, amüsant und so weise!
Simone Neunstöcklin, Buchhandlung von Matt, Stans
Von vier ganz unterschiedlichen Menschen, deren Lebensepisoden ineinanderfließen. Mit feinem Humor und kleinen Hoffnungsschimmern gespickte Geschichte, die mich verzaubert hat.
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