Ein Schweizer Medienhaus ist Schauplatz für lakonische, farbige Darstellungen seiner Mitarbeiter vom Boten bis zum Chef, Einblick ins Zeitungswesen inklusive. Das liest sich so interessant, weil wir die Mitarbeiter am Arbeitsplatz erleben und ihre persönlichen Schicksale quasi zugeraunt bekommen, alles so munter wie auch teils sarkastisch, ohne je beleidigend zu sein. Die Autorin greift hinein ins volle Menschenleben, sie hat viel Erfahrung, und nichts Menschliches ist ihr fremd. Auch die Schwierigkeiten der heutigen Printmedien kommen zur Sprache. Der Zeitungsverlag ist eine Art modernes Narrenschiff mit den unterschiedlichsten Charakteren, die bei aller Kürze sehr gut gestaltet sind und vermutlich auf lebenden Beispielen beruhen. Dem Leser bleibt im Hintergrund noch genug Raum zur Eigenanalyse. Schöner Lesestoff.

 
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