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2024

1. Mai 2024
»Der neueste Trend unter den Bewohnern Gazas, mit Kugelschreiber oder Permanentmarker ihren Namen auf Hände und Beine zu schreiben, damit man die sterblichen Überreste identifizieren kann, klingt makaber, macht aber durchaus Sinn…«, sagt der palästinensische Autor Atef Abu Saif in seinem Bericht über die Vergessenen von Gaza (Das Magazin, 16/24). Es sei der verzweifelte Versuch, die Würde als Individuum zu bewahren, damit – nach einer Verstümmelung – zumindest auf dem Grab der Name stehe. Ich frage mich, ob die bombenwerfenden Individuen von diesem Trend wissen. Ich frage mich, wie man es aushält, dem Sohn, der Tochter zuzuschauen, wie sie im Krieg ihr Bein anschreiben. Und ich frage mich, was mir ein Waffenproduzent ins Poesiealbum schriebe.