Ich frage mich, ob man mit sich schweigen kann. Ob man zum Schweigen nicht noch jemanden braucht, der es wahrnimmt. Mit sich reden, das geht. Wenn man es laut tut, ist man eine komische Alte. Wenn man es lautlos macht, ist es das Gleiche wie Denken. Wäre ich Eremitin, auf einer Säule am Euphrat oder in einer Grotte am Pilatus, würde ich lernen, so überaus lautlos zu reden, bis ich meine Sätze sehen könnte wie farbige Wolken von tanzenden Faltern. Am liebsten hätte ich einen Mix aus Himmelblau und Zitronengelb.