Ich habe es gewagt, den neuen Handke zu kaufen. »Schnee von gestern, Schnee von morgen«. Ich liebte seine frühen Bucher wie etwa »Wunschloses Unglück«. Später wurde er mir fremd. Nun, das neue Buch ist schmal, der Klappenhinweis vielversprechend. Mit freudiger Neugier fange ich zu lesen an und sitze bald ratlos da. Der Text mutet mich an wie ein endloser Rülpser von allem, was sich Handke irgendwann einverleibt hat. Es ist ein Selbstgespräch in vielen einfachen Sätzen, getrennt durch viele Punkte, aber der Rülpser macht bei den Punkten nicht halt, er überrollt mich röhrend, ich gebe auf, ich bin zu dumm für Handke.