14. November 2015

Zwei Japanerinnen heulen beim Selfie-Machen auf, ihr Handy ist ins Wasser gefallen, es ist Freitag der Dreizehnte. So fängt meine Notiz an über den gestrigen Ausflug nach Luzern, aber weiterschreiben geht nicht, weil ich im Internet gerade gesehen habe, was gestern in Paris geschah, Bilder des Horrors. Angenommen, ich wäre nicht einfach sprachlos, sondern es kämen Sätze aus mir heraus: Sie wären alle falsch. Weil unpassend. Weil überflüssig. Weil anmaßend. Weil unbedacht. Zuerst gilt es, die Gedanken zu ordnen und sich langsam an die längst fällige Frage heranzutasten: Wie haben wir den Hass ausgelöst, der uns nun schlägt?

Aus »Tage, Tage«

 
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