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»Tage, Tage«

28. August 2026

Es scheint mir unwahrscheinlich, dass man einen uralten großen Baum so richtig hassen kann. Er ist doch ein freundliches Monument für das Leben, und das Leben ist ja erst mal das Wichtigste, denn ohne Leben geht bekanntlich gar nichts. Darum weiß ich nicht, warum sich jemand nachts zur zweihundertjährigen Eiche auf dem freien Feld oder zur hundertjährigen Platane im Stadtpark schleicht, um sie umzubringen. Mit Bohrer und Glyphosat. Löcher in die Wurzelhälse drillt und Gift einlaufen lässt. Sich freut, dass der Riese sterben wird. In Deutschland häufen sich solche Fälle. Wer tut so was warum? Was für ein Gift hat man diesen Menschen ins Hirn gespritzt?