Zum Tode Verurteilte dürfen sich da und dort ihre Henkersmahlzeit aussuchen. Der Fotokünstler Henry Hargreaves hat einige Mahlzeiten berüchtigter US-Mörder nachgekocht, fotografiert und unter dem Titel »No Seconds« publiziert, zum Beispiel: John, 52, Illinois, Giftspritze 1994 – 12 frittierte Krevetten, 1 Kübel Kentucky Fried Chicken, Pommes Frites, 450 g Erdbeeren; Timothy, Indiana, Giftspritze 2001 – 9 dl Mint- und Chocolate Chip Ice Cream; Allen,54, Florida, Elektrischer Stuhl 1999 – Hummerschwanz, Bratkartoffeln, 250 g gebratene Krevetten, 170 g gebratene Muscheln, 1½ Laib Knoblauchbrot, 9 dl Root Beer; Angel, 55, Florida, Giftspritze 2006 – Mahlzeit abgelehnt.  Die vollen Namen und die Vergehen der Hingerichteten habe ich hier weggelassen. Wie viele Morde der Mann mit den frittierten Krevetten begangen hat, ändert nichts an der Einsicht, dass es die Todesstrafe nicht geben dürfte. Doch es gibt sie  noch, in 56 Ländern.

 

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