José hat einen Blumen- und Gemüsegartengarten angelegt. Wo vorher struppiges Gras wuchs, blüht und reift nun allerlei, wenn auch erst spärlich: Gladiolen und Sommerflor, Tomaten, Zucchini. Am Ende des Gartens hat er – wie der Fürst im Schlosspark – einen Blickfang errichtet. Er hat drei Autoreifen rotweiß im Backstein-Look bemalt, diese aufeinandergeschichtet, darauf wie über einem Sodbrunnen ein rundes Spitzdach im Ziegel-Look montiert. Was ist das, fragen wir, und das war falsch. Merkt ihr denn nicht, scheint José beleidigt zu sagen, dass das ganz einfach schön ist? Er sagt nichts. Und erst nach einer Pause meint er: Ich will da mal ein paar Kräuter reinstellen. Das mit den Kräutern ist gelogen, das haben wir jetzt begriffen. Auch dass Schönheit etwas absolut Relatives ist. Aber davon mal abgesehen: Was ist denn Schönheit überhaupt?

 
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