Ich habe heute geweint. Nein, nicht weil die Erde im Klimawandel zu ersticken droht. Nein, nicht wegen der Slums in Mumbai. Nein, nicht wegen des Holocaustfilms am TV. Nein, nicht wegen den eingesperrten Alten im Pflegeheim. Nein, nicht weil mir die müden Knochen weh tun. Wegen einer Katze habe ich geweint. Sie hatte einen Tumor im Kopf, sie hat heute sterben müssen. Man hat für sie den Tod bestellt, der Tierarzt hat ihn geliefert. Nein, es war nicht unsere Katze. Es war Tomba, der große, freundliche Kater unserer Enkel. Vierzehn Jahre lang hat er sie durch die Kindheit begleitet, immer bereit für Trost und Spaß und Zärtlichkeit. Es ist furchtbar, wenn man den Tod ins Haus bitten muss. Was tut man nicht alles, dass er draußen bleibt. Darum habe ich heute geweint.

 

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