Gärtnern ist eine absurde Angelegenheit. Da rupfe ich Grasbüschel aus, die zwischen den Steinplatten wachsen, oder gehe wie ein Drache mit einer sengenden Flamme drüber. Dabei ist Gras durchaus schön. In der Dichtung wird ihm gehuldigt. Walt Whitman schrieb in »Leaves of Grass«: I lean and loaf at my ease, observing a spear of summer grass… Und ich reiß es aus. Sowie das Hirtentäschl, den Giersch, die Ackerwinde, das kriechende Fingerkraut. Sie sind allesamt nicht hässlich, sie blühen hübsch, und giftig sind sie auch nicht. Aber raus mit ihnen. Rein darf dafür anderes …Kapuziner und Mohn und Akelei. Es gibt eben Kraut und Unkraut. Art und Unart. Sinn und Unsinn. Gar und Ungar. Ke und Unke.

 

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