Der Schriftsteller Julian Barnes (mag ihn sehr!) spricht in einem Zeitungsinterview vom Unbehagen bei Lesungen. Er zitiert Philip Larkin (viel gewürdigter englischer Poet, hab‘s gegoogelt!), der Lesungen nicht mochte und sagte: »I don’t want to go around pretending to be me.« Wie schön ist das umschrieben, dieses unangenehme Gefühl, ich müsse mich so darstellen, wie die anderen mich zu sehen glauben. So zu tun, als sei ich ich. Vielen Dank, Mister Larkin, Ihre Bemerkung tut wohl. Hilft mir auch durch lästige philosophische Gespräche über das Finden des Ichs. Ich hab’s nämlich gar nie gesucht.

 

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