Als uns Elena mit ihrer kleinen Tochter Anna besuchte und sich Anna übergeben musste, putzte Elena auf, schäumte den Teppich ein, bis nichts mehr zu sehen und zu riechen war. Die Mutter ist für die Tochter verantwortlich. Genau so müsste die Muttergesellschaft für die Tochtergesellschaft verantwortlich sein: Kinder schuften unter miesen Bedingungen, Frauen werden in 60- bis 80-Stundenwochen verbraucht, Männer erkranken wegen Pestiziden oder Schwefeldioxid-Ausstößen, nicht bei uns, nein. Das ist weit weg. Daran sind die dortigen Tochtergesellschaften schuld. Die Muttergesellschaften hierzulande verdienen bloß daran. Sie brauchen nicht aufzuwischen, was ihre Töchter kotzen. Eine Initiative will das nun ändern. Hoffentlich hat sie Erfolg. Ein blasser Fleck auf unserem Teppich erinnert an die kleine Anna, der so erbärmlich übel war.

 

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