Für den Duft, wenn nach einem heißen Tag Regen auf Erde oder Asphalt fällt, gibt es ein englisches Wort: Petrichor, aus griechisch »petros« (Stein) und »ichor« (Flüssigkeit in den Adern der Götter). Erfunden wurde es vor fünfzig Jahren von zwei australischen Forschern, die untersuchten, wie Petrichor chemisch zustande kommt. Die Aussprache von »Petrichor« ist nicht ganz klar, auf jeden Fall muss sie englisch sein, schade. Auf Deutsch denkt man sich bei einem Petrichor den Regenmacher Petrus, umkränzt von singenden Engeln – ein schönes Bild für einen himmlischen Duft. Übrigens gibt es Petrichor auch als Parfum zu kaufen, mit »aquatischen und erdigen Noten«. Echter und billiger ist ein Platzregen, wie er an diesem sommerheissen Maitag auf den Abend hin angesagt ist. 

 
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