Aus Deutschland mailt mir die 10jährige Ella, dass ihr mein Buch »Tita und Leo« gefallen hat, dass sie in der Schule darüber einen Vortrag halten wird. Ich soll ihr doch bitte ein Autogramm schicken. Ach, denkt da die 75jährige Angelika, was mach ich jetzt. Es wird wohl eilen, bei Schulkindern eilt so was immer. Und ich weiß nicht mal, wo Ella wohnt. Wie schick ich denn ein Autogramm durchs Netz … Dann fällt es ihr endlich ein. Und während sie einen Bogen Papier zurechtlegt, den Füller aufschraubt, ihren Namen leserlich hinschreibt, den PC hochfährt, das Scan-Programm öffnet, klickt und klickt und tippt und sendet, denkt sie: Ach, du Alte. Jetzt hast du wieder mal erfahren, dass du aus der Zeit des Tintenfässchens stammst. Schummelst dich digital zwar einigermaßen durch. Aber eigentlich würdest du deinen Namen am liebsten mit dem Zeigefinger in den Himmel schreiben.

 
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