Vancouver Island. Wir wanderten. Es war still. Es war schön. Der Pfad im Pacific Rim National Park war gut angelegt und markiert. Links und rechts wuchsen verschiedene Nadelbäume, zum Teil alte Riesen mit Flechtenbärten. Selten eine Eiche, ein Ahorn. Einmal ein Manzanita, die rote Rinde schälte sich vom Holz, die nackten Äste sahen aus wie  Kinderarme. Manchmal war der Ozean so nah, dass man ihn rauschen hörte. »Habt ihr einen Bären gesehen?«, fragte die Frau, die uns entgegenkam. Sie wirkt ziemlich verängstigt. Wir lachten sie aus. Bär? Hier doch nicht. Auf so einem Touristenpfad doch nicht. Wie kann man nur so dumm fragen. Beschwingt wanderten wir weiter. Ich dachte an den Manzanita, Gattung der Bärentrauben. An seine weißen Beeren, Bärenbeeren. Und wenn jetzt doch ein Bär… Später sahen wir zweimal Bärendung, große, fladige Haufen, fast schwarz, noch leicht feucht, grad richtig appetitlich für die Maden.

 
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