Wie wir wohl wären, wenn wir nicht träumten. Wahrscheinlich gingen wir bald zugrunde, wenn wir nicht regelmäßig entladen könnten, was sich über die Tage angesammelt hat. Eine faszinierende Gegenwelt oder Unterwelt, diese Träumerei. Trotzdem mag ich nicht wissen, was andere Leute träumen. In Büchern überfliege ich Träume sofort, und wenn sie noch so farbig geschildert sind. Denn ein fremder Traum bringt mir nichts. Eine Ausnahme ist Hieronymus Bosch. Woher nimmt der Mann seine beklemmenden und belustigenden Bilder, diese schön-scheußlichen Szenen? Immer wieder mag ich in seine unwirklichen Realitäten tauchen. Er hat Himmel und Hölle in einen Topf geworfen und dann sorgfältig umgerührt. In meinem letzten Traum lag eine Katze langgestreckt wie ein Mensch neben mir im Bett, dann kam ebenso lang ein Hund dazu, und auf gleiche Art legte sich noch ein Reh neben den Hund. Als wir zu viert da lagen, rief ich O., er solle kommen und sich das anschauen. Mit diesem Ruf weckte ich mich. Jetzt hab ich auch einen Traum erzählt, Entschuldigung.

 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok