Ein paar Tage weg – und wie stets beim Nachhausekommen die kleine Bange: alles ok? Diesmal war die Bange berechtigt. Die alte Katze, genannt Uma, hinkt und wankt. Die jüngere Katze, genannt Katz, schaut verstört und vorwurfsvoll: »Wo zum Teufel wart ihr? Einfach abzuhauen, das ist unerhört.« Als wir gingen, blühte die Wiese. Jetzt liegt dicker Schnee darauf. Der greise Rosenstrauch liegt am Boden, die Himbeeren sind abgeknickt. Erfroren sind Zucchetti, Peperoncini und Gurken, egal. Erfroren ist auch der Kiwi, der sich seit Jahren ums Terrassengeländer rankte, schade. Halb erfroren sind Hortensien, Strauchpäonie und Tulpenbaum. Alles halb so schlimm. Es sind keine Fenster eingeschlagen, kein Toter liegt in der Badewanne und kein Kadaver im Keller. Gebrannt hat es auch nicht. Und die alte Uma schnurrt noch.

 
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