Von vielem gibt es viel mehr als früher. Von einigem gibt es weniger, etwa Schmetterlingsarten, Klosterfrauen, Lyrik in Reimen oder Suppenhühner … Es gibt auch weniger Tuberkulöse, Skrofulöse oder Skrupulöse. Woher das dermatologisch klingende Wort Skrupel kommt? Von lat. scrupulus = kleiner spitzer Stein, sagt das etymologische Lexikon. Skrupel seien ein stechendes Gefühl der Angst, der Unruhe. Nun ja, es ist nicht unbedingt angenehm, Skrupel zu haben. Aber keine Skrupel zu haben, scheint mir wesentlich schlimmer. Leider verschwinden sie mehr und mehr und immer schneller. Filme, Internet und Werbung machen uns vor, wie es ohne geht. Wie man herrlich skrupelfrei verschwenden, verführen, betrügen, lügen, verraten, quälen oder killen kann. 

 

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