Mein neuer Roman ist fertig, die letzte Korrektur ist im Kasten, huch! Freude, wo bist du? Sie zeigt sich nicht. Vor mir liegt ein Stapel von zweihundert Blättern – die Arbeit von zwei Jahren und fünf Monaten – und ich will ihn erst mal überhaupt nicht mehr sehen. So geht es mir immer, wenn etwas fertig ist. Der Stapel kommt aufs Regal. Erst wenn der Verlag den Roman herausbringen will, wenn überhaupt und gesetztenfalls, werde ich mich wieder an meinen Text heranwagen, am Bildschirm samt Einwänden und Korrekturen der Lektorin. Und erst wenn das fertige Buch vor mir liegt, wenn überhaupt und gesetztenfalls, werde ich wieder fragen: Freude, wo bist du?

 

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