Das Hirn macht gern kleine Sprünge, drum fällt mir bei Google Gogol ein, dessen absurde Erzählung »Die Nase« ich mal gelesen habe, und nun sagt mir Google, dass Gogol eine übermäßig lange, spitze Nase hatte, zudem schlechte Haut, und dass er dünn, klein und krumm gewachsen war. Ein als hässlich bezeichneter Mensch, der mit 43 nicht mehr leben wollte und sich zu Tode hungerte. Weiter sagt Google, wie modern es anmute: das Groteske und Surreale in Gogols Werk. Da fällt mir Lichtenberg ein, der Bucklige, mit seinem glasklaren Witz und seinem listigen Tiefsinn. Vielleicht gibt es ja einmal eine Anthologie: »Die schönsten Texte der unschönsten Autoren«.
 
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