Zentralbibliothek Zürich. Ich fahre mit dem Lift vier Stockwerke tief in die Unterwelt, um nach einem alten Merian-Heft zu suchen. Auf den Regalen lagern tonnenweise niedergeschriebene Gedanken. Wahrscheinlich leben sie noch. Ist ja kein Grab hier, auch wenn das Handy tot ist. Vergeblich suche ich nach UR22558(2005):2, kein Heft da mit dieser Signatur, dafür ein Gespräch, gut hörbar hinter zwei Regalen: »Er findet mich total gut.« »Echt?« »Ja, Figur und alles. Hat er gesagt.« »Süß.« »Aber meine Mutter mag ihn gar nicht.« »Warum?« »Er sei laut.« » Und jetzt?« » Gehen wir zu ihm statt zu mir.«»Habt ihr schon?« »Ja. Und danach hat er Frühstück gemacht, amerikanisch.« Plötzlich scheint es nach gebratenem Speck zu riechen da unten in der Buchgruft.

 
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