Ich war fünfundzwanzig Minuten an einer Vernissage. In dieser Zeit habe ich Folgendes erfahren: Erstens, ein Mann hat gerade eben eine Einzimmerwohnung gemietet, zwei Kilometer entfernt von seinem Haus, um endlich seiner Frau zu entfliehen. Zweitens, zwei ergraute Freundinnen haben sich nach fünfzig Jahren zum ersten Mal wieder gesehen. Drittens, eine weitere Frau ist so dünn geworden, weil sie seit zwei Jahren nur noch das isst, was sie gern hat, unter anderem eineinhalb Kilo Schokolade pro Woche. Als ich wieder draußen war, wunderte ich mich, dass mir die Leute so viel und die Kunstwerke so wenig gesagt hatten.

 
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