Das Jahr 2013 ist zu Ende, ganz, die Bronchitis ist zu Ende, beinah, das Hoffen ist noch nicht zu Ende, das Wünschen auch nicht. Ich habe Sternschnuppen gesehen, in der Nacht auf den 15. Dezember bin ich extra aus dem Bett gestiegen, da sind am Himmel nämlich die Geminiden los. In unserer Verwandtschaft gibt es einen Mann, der einen Herzstillstand hatte und seither klappt in seinem Gehirn nicht mehr ganz alles. Neulich war er mit seiner Frau nachts unterwegs und fragte: Was sind das für Punkte da oben? Es waren die Sterne. Er muss alles wieder neu lernen, der Mann. Wie mühsam. Aber es lohnt sich, Mann, mach weiter, bis dir die wunderbare Welt ringsum wieder ganz und gar gehört, in 3D und Stereo. Im vergangenen Sommer lagen wir über Mittag in einem Wald in der Toscana, von links hörten wir die Zikaden und von rechts den Donner, ein ungewöhnliches Duett für unser nordisches Hirn. Apropos: Hirnwohlumen hat mein kleiner Enkel ins Schulheft geschrieben, als sie über den Australopithecus sprachen.

 
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