Wie kommt das tote Schaf in meine Schublade. Wie kommt General de Gaulles an meinen Tisch und will Nudeln. Wie kommt ein Alphornklang in meine Waschmaschine. Wie kommt ein Koran zwischen meine Kochbücher. Via Traum, via Traum, via Traum. Träume, so weiß man heute, sind nicht nur auf den REM-Schlaf beschränkt, es gibt sie auch in den anderen Schlafstadien. Ein Drittel des Lebens besteht aus Schlaf und somit aus Traum. Kein Wunder, erwache ich oft wie ein geprügelter Hund. Erstaunlich, was nachts alles los ist. Neurowissenschaftler in Kyoto messen die Hirn-Aktivitäten von Träumenden und legen Datenbanken der entsprechenden Traumbilder an. Ziel ist so etwas wie eine Traumlesemaschine. Ich möchte das Schaf und das Alphorn nicht in einer Datenbank ablegen, sondern lieber vergessen. 

 
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