Zum ersten Mal im Leben habe ich einen Leserbrief geschrieben und an Tages-Anzeiger und NZZ geschickt. Er ist nicht erschienen. So hätte er gelautet: »Mischt euch nicht in fremde Händel, soll Bruder Klaus gesagt haben. Das haben wir soeben getan: Wir liefern Waffen in fremde Händel. Der Bundesrat hat am 15. Juni beschlossen, ›unter gewissen Umständen Kriegsmaterialausfuhren nach Ländern , die in einen internen bewaffneten Konflikt verwickelt sind, zu bewilligen.‹ Ich bin entsetzt. Die betreffenden Bundesräte sind wohl kaum so naiv zu glauben, das Schweizer Material werde nicht in bewaffneten Konflikten eingesetzt. Sie haben aus rein wirtschaftlichem Kalkül entschieden. Das geht nicht in einem Land, das sich für seine Neutralität und humanitäre Tradition rühmt. Über Waffenexporte muss in Zukunft das Parlament entscheiden – und allenfalls das Volk mittels Referendum.«

(Der Brief war viel zu artig. Tut mir leid.)

 

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