Unter der Dusche ist mir der Satz eingefallen: Nun hat mich mein Leben verlassen. Und da hab ich im Wasserdampf auf der Basis dieses Satzes so ein bisschen vor mich hingedichtet. Es ist eine lange Dusche und ein kurzes Gedicht geworden. Beides recht schön. Ich hab das Gedicht gleich aufgeschrieben, noch bevor ich ganz trocken war. Jetzt könnte ich also einen Text liefern, wenn die anderen meine Todesanzeige formulieren müssen und nicht wissen, wie. Nehmt doch einfach diese Zeilen, könnte ich sagen. Nein, könnte ich nicht. Ich könnte ja gar nichts mehr sagen. Ich könnte ja auch nichts mehr lesen, und somit kann mir das Ganze egal sein. Ich will ohnehin lieber leben als tot sein. Vielleicht fällt mir das nächste Mal unter der Dusche etwas Brauchbareres ein.

 
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