Ab und zu ertappe ich mich, dass ich Abschied nehme von Sachen, die mich über Jahr und Tag ganz unauffällig begleiten. Plötzlich ploppt dies oder das aus der alltäglichen Selbstverständlichkeit kurz auf. Tschüss, sag ich dann. Tschüss zum Hirtentäschel, dem kleinblütigen unscheinbaren Kraut – warst eine treue Seele. Tschüss zur Grossen Klette, dem riesenblättrigen Waldgepflänz – dich gibt’s bestimmt noch lange. Tschüss zum Spinnennetz am Gartenhaus – hab dir nie gesagt, wie perfekt du bist. Tschüss zum weißen Kaffeekrug – du wirst mich überleben. Tschüss zum Wolkenhimmel über der Linde – wie kannst du nur so schön sein.

 

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