Letzter Augusttag. Wieder ein schwerer Mantel aus Feuchtigkeit. Kein Sommer war’s, nur wochenlanges Warten, ob’s Sommer wird. Kein Glühen, kein Flirren. Kein Sommer für wilde Gedichte. Trotzdem blüht es im Garten weiter, nahezu trotzig. Noch trotziger reifen die Kürbisse, liegen knallbunt in der Nässe. Gesprenkelte Bohnen hängen wie lange Kommas in der wirren Schrift des Laubs. Unkraut macht sich klammheimlich breit, der Stechende Gichterling, die Gemeine Rheuminie und allerlei duftlose Arthrosen. Besser nicht hinsehen und schon gar nicht anfassen. Die verschwinden wieder. Das weiß man seit Paracelsus. Und irgendwann sehen wir über uns wieder eine unglaublich makellos blaue Kuppel. Das weiß man seit Adam und Eva.

 
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