Es hat nicht geregnet, die Buchhandlung war voll, der Hals in Ordnung, die Lesung glückte, aber nicht die Fragestunde hinterher. Einzige Frage nach längerem Warten: Ist das autobiografisch? Nein, ist es nicht. Ich stotterte ein bisschen was aus meinem Leben. Hätte ja auch einfach sagen können, dass man, um einen Mord zu beschreiben, nicht selber einen begangen haben muss. Die Zuhörenden: alle freundlich. Ich weiß nicht, ob und wie zufrieden sie nun nach Hause gingen. Eine stille Freude waren die beiden Buchhändler, beide lange, dünne Menschen, deren Gesichter mir gleich sagten, was sie dachten oder empfanden, nämlich – wahrscheinlich – dasselbe wie ich. Es genügte, Worte zu wechseln, es brauchten nicht ganze Sätze zu sein. Das war ein Vergnügen.

 
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