Zwölf Mäuse und eine Meise. Was klingt wie der Titel eines Bilderbuchs, ist tatsächlich das Ergebnis unserer Mäusefangaktion der letzten Tage. Die Meise, ein Versehen, flog unversehrt aus der Falle, sie schimpfte uns auf dem Baum noch kurz aus. Die Mäuse ließen wir jeweils im Wald frei, mit der strengen Auflage, nicht zurückzukehren. Nun, es trippelt und trappelt nachts weiterhin hinter den Wänden, munter bis wild. Kotkügelchen liegen wie exotische Streuwürze auf dem Gästebett, Kissen sind angenagt für den Nestbau, ein Vorrat aus geraubtem Katzenfutter ist zwischen den Geschirrtüchern versteckt. Wir hängen feinste Leckerbissen in die Mausefallen, Baumnüsse, Speck, Schokoriegel … vergeblich. Die Mäuse fallen nicht mehr auf die Fallen rein. Sie lachen uns aus. Manchmal ist so etwas wie Mäusekichern zu hören. Auch die Katz lacht. Sie ist alt und hat kaum mehr Zähne.

 

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