Heute war so ein Tag, an dem ich permanent auf etwas gewartet habe. Weiss nicht worauf. Vielleicht auf eine irgendeine gute Nachricht von Sohn, Tochter, Enkeln, vielleicht auf irgendeine positive Äusserung zu meinem Buch, vielleicht auf irgendeine wohltuende Aufregung von irgendwoher aus der Welt. Ich war ein Wartling. Der Morgen kroch mitttagwärts, nichts begab sich, ich wartete auf ein Glas Wein, und nach dem Glas war ich weinmüde und wartete auf das Verschwinden der Müdigkeit, nichts begab sich, ich war ein Wartling. Ich tat nicht nichts, ich tat, was ich musste, immer wartend, sozusagen im Stehen. Der Tag kroch abendwärts, ich wartete, dass die Katz auf meinen Tisch sprang, ich wartete, dass sie wieder runtersprang, dann wartete ich wieder auf alles und nichts und zum Schluss auf den Schlaf, der kam angesaust wie im Sturm.

 
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