Jetzt ist er, vor dem wir uns fürchten, also vereidigt. Herr Trump. Ist lobgehuldigt, gesegnet, gefeiert worden. Gestern war Inauguration. In diesem Wort stecken etymologisch noch die Auguren, die altrömischen Priester, die vor wichtigen Staatshandlungen zum Beispiel aus dem Vogelflug Vorzeichen des göttlichen Willens lasen. Was sie bei Trump wohl vorausgesagt hätten? Hätten sie ihr Augurenlächeln aufgesetzt, nämlich das Lächeln Eingeweihter über die Leichtgläubigkeit der Menge? Fast tat es weh zu sehen, wie die Menschen applaudierten, als Trump in seiner Rede einmal mehr Drohungen, Beleidigungen und patriotische Heißluft von sich gab. Ich war froh, als ich auf dem Bildschirm inmitten der Heuchelei etwas wunderbar Wahres entdeckte: der zehnjährige Trump-Sohn Barron gähnte.

 

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