Meinen Geburtstagsmonat, den März, mag ich nicht sonderlich. Kahl, braun, kalt. Ein paar grellbunte Krokusse wie aus dem Pflanzenversandkatalog. Zähle ich neun Monate rückwärts, lande ich im Juni, da hat man mich gemacht. Den Juni mag ich sehr. Nicht nur, weil sich meine Eltern im Juni wohl gut mochten. Heute habe ich eine alte Freundin angerufen, ein Märzkind wie ich, jetzt lebt sie im Heim. »Viel Glück zum Geburtstag«, sage ich. »Ja«, sagt sie. »Feiert ihr ein bisschen?«, frage ich. »Ich habe mein Bett neu bezogen«, sagt sie. »Bestimmt hast du heute Besuch«, sage ich. »Ich habe singen müssen«, sagt sie. »War das schön?«, frage ich. »Ich habe mein Bett neu bezogen«, sagt sie.

 

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