Um neun Uhr morgens dümpeln mehrheitlich schmallippige alte Frauen wie ich im warmen Indoor-Sprudelbad, recken das Kinn in die Höh, wollen die Frisur nicht gefährden. Dann seh ich plötzlich ein jüngeres Gesicht, das taucht auf und ab und lässt sich überfluten und hat Lippen wie ein Karpfen. Später treffe ich die Lippenfrau in der Garderobe wieder. Nicht nur der Mund ist gigadick gespritzt, auch die Brüste sind riesig, wie vollgepumpt mit Luft, sie platzen gleich, und ich kann nicht anders als hinschauen. Wie leid sie mir tut, die ansonsten schmale Gestalt, die jetzt sorgsam Netzstrümpfe die Beine hochrollt. Ich wünsche ihr, sie könnte eine andere Uniform anziehen, für einen anderen Beruf.

 

 

 
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