Dem einen muss man die Fäden aus der Nase ziehen, dem andern hängen sie meterweit heraus. So wie heute, als wir mit der Fähre von Gross- nach Kleinbasel fuhren. »De Fährimaa« sah so gar nicht aus wie ein Fährmann. Ja, sagte er auf unsere Frage, er sei nicht immer Fährmann gewesen… Ja, er habe vorher anderswo gearbeitet… Ja, das sei ein paar Jahre her… Ja, auch in Basel, im Spital… Ja, er sei Arzt gewesen… Ja, er könnte uns medizinisch versorgen, wenn wir ins Wasser fielen… Weiter heraus konnten wir die Fäden nicht ziehen, denn die Fahrt war zu Ende. Herr Doktor Fährmann zeigte beim Abschied auf einen Mann auf dem Uferweg, dem hingen die Fäden bis zu den Füssen. Kaum hatten wir ihn begrüßt, zückte er sein Handy mit Bildern von den Riesenhechten, Riesenschleien, Riesenforellen, die er hier im Rhein gefangen hatte, und antwortete munter und wortreich auf alle Fragen, die wir gar nicht erst stellten.

 
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