Weiß schon, Roboter sollten mich interessieren, von wegen Zukunft der Enkel und Veränderung der Gesellschaft und von wegen philosophischer Unterscheidung zwischen Leben und Existenz. Trotzdem erlaube ich mir jeweils das Überblättern entsprechender Zeitungsmeldungen. Aber heute hat’s mich gepackt: ein Weedmobil wird gebaut! Es ist 600 Kilogramm schwer, navigiert von alleine übers Feld und soll mit Hightech statt Chemie Unkraut zerstören: Sensoren scannen die Blattflächen der guten und bösen Pflanzen, Algorithmen erkennen, was weg muss, geben Befehle an pneumatische Stempel, die sausen aus des Roboters Bauch und stampfen das Unkraut gezielt in die Erde. Fertig, aus. Und ich konnte letztes Jahr nicht mal die Blattflächen von Bohnen und Winden unterscheiden, ließ die Winden die Bohnenstangen hochklettern und freute mich an den großen weißen Blütentrichtern. Allerdings machten sie nur die Augen satt.

 

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