Eine Wanderung in der Türkei und wie ich mich narren lasse: Ich gehe eine schnurgerade Straße lang und meine beim Gehen, nicht vorwärtszukommen, weil der Bewuchs am Straßenrand immer der gleiche ist – Wegwarte, Distel. Ginster, Zistrosen. Ich glaube zweimal feine Radioklänge zu hören, es ist aber nur der Wind zwischen den vielen Stützstangen einer verlassenen Hausbaustelle. Ich erschrecke wegen eines kalbgroßen Hunds, doch dann sehe ich, dass er mich wedelnd fragt, ob ich freundlich bin. Mein Herz geht auf wegen eines biblischen Idylls: lauschender Schäfer im Olivenhain, und es geht wieder ein bisschen zu, als ich merke, dass er Musik auf seinem Handy hört.

 
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