Heute ist der Garst wieder mal da. Er meldet sich nie an, kommt einfach und setzt sich und schaut zu, wie man ihn hasst. Erst schlurft er durch den Garten, bis der kalt und triefnass und so richtig garstig ist. Die Setzlinge ducken sich schlotternd und die Vögel sind aufs Mal still. Dann macht er sich im Haus breit und gibt keine Ruh, bis die Stimmung durchgehend klamm und grau ist. Hau ab, sagt man, aber das nützt gar nichts, im Gegenteil, jetzt streckt er noch seinen bleichen fleischigen Finger aus und zeigt auf alles, was nicht gut ist, da schau. Dem Garst entgeht nichts, er sieht auch, was nur ein klein bisschen gärstlich ist. Am schlimmsten ist es, wenn er in der Zeitung blättert und den furchtbaren Finger auf furchtbare Dinge legt, da schau. Zum Beispiel ist heute zu lesen, dass die Saudis acht neue Henker suchen, zur Vollstreckung von Todesurteilen und für Amputationen und andere Körperstrafen. Besondere Kenntnisse werden nicht verlangt.

 
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