Ich habe für mein neues Buch wie geplant 26 Kapitel abgeschlossen, und ich weiß schon, wie ich diese Kapitel zusätzlich verknüpfen möchte. Aber erst kommt jetzt die Phase des Wiederlesens, ich muss mir einerseits das weitere Baumaterial aus den Kapiteln fischen und anderseits ändern, was fehlerhaft, fade, unschön, kraftlos und unlogisch ist. Ein bisschen Angst macht mir dieses Lesen des Texts, den ich vor fast zwei Jahren angefangen habe. War es ein Fehler, diesen Text anzufangen? War ich damals ein anderer Mensch? Einer, der besser oder schlechter schrieb? Gefällt mir heute, was ich damals erfunden habe? Mag ich die Figuren noch? Muss ich mich selber mit Schimpf und Schande vom Schreibtisch jagen? »Irgendwann nimmt er sich das Leben«. So fängt der Text an. Könnte schlechter sein, der Anfang. Na ja, dann wollen wir mal.

 

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