Ich habe Anfang März ein Corona-Virus-Tagebuch angefangen, aber Anfang April wieder damit aufgehört. Die Idee war, dass persönliche Abschnitte mit offiziellen Fakten in Newsform abwechseln. So dachte ich den Wehleidigkeits- und Bauchbepinselungsfaktor zu umgehen, und das las sich eigentlich ganz gut. Aber je länger je mehr kamen mir wohlformulierte Betrachtungen über den unzerkratzten Himmel oder die ausgestorbene Stadt wie dumme Arroganz vor. In Guayaquil lagen Leichen auf den Straßen, in der Lombardei brachen Ärzte zusammen, in Zürich kämpfte eine Freundin am Beatmungsgerät ums Leben

 

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