Flughafen Zürich. Ziehe meinen kleinen Koffer Richtung Ausgang. Es war schön in Holland, aber jetzt nichts wie nach Hause. Wüssten die Katzen wie, würden sie mich vielleicht abholen, die zwei Schwarzen, die Schwanzspitzen aufrecht und leicht zitternd. Nein, nichts zu verzollen. Vor mir geht ein Mann, langer Kerl, in der einen Hand eine Tasche, in der anderen ein rundes buntes Ding. Nun legt er die Hand mit dem Ding auf den Rücken, so dass man es nicht sehen kann, wenn er draußen vor die wartende Menge tritt. Es ist ein Riesenlutscher, fast melonengroß, mit Stiel. Er wird ihn in die Höhe strecken und dann jubelnd umarmt werden – schön, bist du da! Lächelnd wird er die Gigasüßigkeit überreichen, seinem Kind oder seiner Geliebten. Da bin ich wieder, küss mich! Aber niemand eilt auf ihn zu. Er steht da und schaut sich fragend um. Ich blicke zurück, hoffend, dass er nicht mehr allein ist. Aber er steht immer noch da und lässt den Lutscher hängen. Niemand hat ihn abgeholt, nicht mal eine Katze.

 
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