»Ach, ich werde mir wohl mächtig fehlen, wenn ich mal gestorben bin«, schrieb Tucholsky alias Theobald Tiger.« Sarkasmus geht Hand in Hand mit der Wahrheit, und darum lässt sich aus dieser Aussage schließen, dass sich Tucholsky – lebend – irgendwie mochte. Heikle Frage: Mag ich mich? Ich kann mich selber ja nicht belügen, zumindest nicht für lange. Die Frage, ob ich andere mag, ist unproblematischer. Ich brauche sie entweder nicht zu stellen oder nicht zu beantworten. Aber was mich angeht, da kann ich schlecht kneifen. Mag ich mich? Wenn ich so wäre, wie ich bin, würde ich mich dann mögen? Nun ja, so einiges an mir mag ich schon, etwa eine gewisse Eignung als Freudenfinderin. 

 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok