An der Zürcher Hochschule der Künste habe ich mir die ausgestellten Diplomarbeiten angeschaut. Beeindruckend, wie professionell die jungen Diplomanden arbeiten, wie viel sie erfinden und überdenken. Dass sie auch bereits an den Tod denken, hat mich ein bisschen gewundert. In der Abteilung Design wurde zum Beispiel ein Automat für Friedhöfe entworfen, der diverse Hilfsmittel für Trostaktionen ausspuckt: Seifenblasen, Ballons, Straßenkreide. Und ein anderes Projekt nennt sich »Lightfuneral«, es soll Asche in ein einzigartiges Plasma-Lichtspiel verwandeln und damit Türen zu neuen Abschiedsritualen öffnen. Meine nicht sonderlich überraschende Einsicht auf dem Nachhauseweg: Wer an den Tod denkt, denkt ans Leben.

 

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