Eine Leserin will wissen, warum ich im Roman »Aufräumen« einer Figur ausgerechnet ihren Mädchennamen gegeben habe. Ich weiß es nicht! Ich hab halt einfach einen Namen gebraucht. Keinen ausgefallenen, keinen übernutzten, keinen extra sinnigen. Einen Namen, der nicht verwirrt und den Lesefluss nicht stört. Einen Namen, der sich aussprechen und vorlesen lässt, der in die Zeit der Geschichte passt. Keinen Namen aus meinem Freundeskreis. Und hätte ich einen Feindeskreis – auch daraus nicht. Ist meine Buch-Figur unangenehm, unsympathisch oder kriminell, checke ich im Internet, ob eine lebende oder verstorbene Person gleichen Vor- und Nachnamens zu finden ist. Nein. Oder doch? Ja, ein wohl netter Dachdecker in Mecklenburg heißt tatsächlich so wie mein erfundenes Biest. Also Namen ändern. Von neuem suchen. Ich habe eine Liste aller Namen aus meinen Büchern angelegt, damit ich nicht zweimal einen Max oder eine Ina ins Spiel bringe. Wiederholungen gibt es ja leider ohnehin genug.

 

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