Ein Wind fährt ein, er war nicht angemeldet, spielt dreist mit Büschen, mit Bäumen, rollt durch den Wald, hin, her, legt die Wipfel flach, bläst die Blumenstauden um, zieht sie wieder hoch, mögen die das? Es ist ein warmer Wind, ich stell mich hin und lass mich beflattern, von Luftfingern massieren, beinah fliegen meine Haare davon. Blätter wirbeln wie im Herbst, kein Wind mehr, schon fast ein Sturm, fegt jetzt ums Haus, fegt immer schneller um alle vier Ecken, und das Haus löst sich sanft vom Boden und hebt schwankend ab. Grad im letzten Moment kann ich aufspringen und übers Balkongeländer klettern. Noch nie hab ich so viel Boden unter den Füssen verloren, ein merkwürdig schönes Gefühl ist das. Tief unten seh ich unseren Keller, der ist zurückgeblieben, nun brauch ich den nicht mehr aufzuräumen.

 

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