»Asshole«, sagt der Mann. Damit bin ich gemeint. Der Mann ist Bettler, man sieht es ihm an, ich bin Touristin, man sieht es mir an, der Ort ist Chicago. Er hat die Hand ausgestreckt, und ich hab den Kopf weggedreht. Gerade erst bin ich angekommen und blicke hoch zu den schimmernden, leuchtenden, blendenden Steilwänden des Wolkenkratzermassivs. Hätte ich für den Mann eine Zwanzigdollarnote aus der Tasche klauben sollen? Kleiner hab ich’s nicht, das weiß ich, ging alles weg für das Trinkgeld des Taxifahrers. Die Bauten sind beeindruckend. Morgen werde ich mich kundig machen, von wem und für wen sie gebaut worden sind. Einer der Gigatürme ist angeschrieben: TRUMP. Aufs Mal kann ich den Bettler begreifen, dass er eine Wut hat auf das gesamte reiche Pack, das nicht mal einen halben Dollar für ihn übrig hat.

 
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