Ob Wissenschaftler auch mal träumen von den Mäusen, die sie manipulieren? Wär doch eigentlich mehr als recht. Kürzlich haben sie ins Mäusehirn eine Glasfaser eingesetzt, um Neuronen mit Lichtblitzen an- oder auszuschalten. So lassen sich, sagen die Neurowissenschaftler, schlechte Erinnerungen löschen. Der Mäuse-Hippocampus im Mäusehirn speichert alsdann die Mäuse-Angsterlebnisse nicht weiter. Die Maus muss somit nicht zum Psychiater, um ihre posttraumatischen Belastungsstörungen und Phobien behandeln zu lassen. Sie muss auch keinen Roman verfassen, um ihre Kindheit zu verarbeiten. Und sie gibt die Peitschenschläge, die ihr der Mäusevater mit seinem Schwanz verpasst hat, nicht an ihre vielen Jungen weiter. Erinnerungen-löschen-lassen wird vielleicht mal ein lukratives Business. Man sollte schon jetzt in Glasfasern investieren.

 
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