Keine Ahnung, warum mir jetzt gerade das Auge einfällt. Das Hirn gibt ungefragt ab, was es will. Da, nimm, sagt es, dock an und denk. Also denke ich an das Auge. Es war rund, glänzte im Dunkeln, war umgeben von Blattwerk. Wem das Auge gehörte, sah ich nicht. »Quiet! Hippo!«, flüsterte der Guide und machte vor, wie wir geduckt vorbeischleichen sollten. Das war vor etwa zwanzig Jahren im Selous Reservat in Tansania. Das wahrscheinlich verletzte Hippo hatte sich ins Gebüsch verkrochen. Hätten wir es gestört, hätte es uns angegriffen. Vielleicht lebt es noch, Hippos können dreißig bis vierzig Jahre alt werden. Vielleicht aber waren wir etwas vom Letzten, was das glänzende runde Auge wahrgenommen hat.

 

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